Schwangerschaft

Arztwechsel

In den letzten Tagen habe ich mir viel Gedanken über meine Frauenärztin gemacht. Ich war nach dem ersten Besuch bei ihr eigentlich begeistert von ihr. Sie hat sich meinem Problem angenommen und war gleich bereit mich mit Clomifen zu behandeln (der Vorschlag kam von ihr). Das mit Clomifen habe ich aber abgelehnt. Ich wollte es weiterhin auf natürliche Weise probieren. Aber ich kam mir gut aufgehoben vor. Nachdem ich dann aber schwanger wurde, ließ ihr Engagement stark nach. Sie hat in der Zeit in der ich bei ihr in Behandlung bin, nicht einmal meinen Brüste nach Knötchen abgetastet. Sie hat mir keinerlei Vorsorgeuntersuchungen vorgeschlagen und sie besteht hartnäckig darauf, die extra Ultraschalluntersuchungen abzurechnen, obwohl sie mich selbst als Risikoschwangere eingestuft hat. Sie hat zwar 3D, möchte es aber nicht einsetzen. Wenn ich das aber wollte, würde sie mir jemanden empfehlen, der das durchführt. Außerdem sind ihre Ernährungstipps für mich schon sehr kurios. Ich solle doch Cola light trinken, das würde meinem Kind nicht schaden und meinen Insulinspiegel nicht steigen lassen. Mein Zuckermessgerät spricht da aber eine andere Sprache.

Jeeeedenfalls: Lange Rede – kurzer Sinn! Ich werde noch den einen Termin bei ihr wahrnehmen und dann zu einem anderen Arzt wechseln. Bei ihm habe ich allerdings erst im Oktober einen Termin bekommen. Da wäre ich dann in der 22. Woche. Jetzt frage ich mich natürlich, ob die Spanne zwischen den Terminen nicht zu groß ist. 13. Woche bei der Ärztin und 22. Woche beim neuen Arzt. Was meint ihr?

Bei dem neuen Arzt kostet der Ultraschall übrigens auch extra, egal ob Risiko oder nicht. Allerdings statt 40,- € nur 25,- €. Und er bietet auch 3D an. Bin gespannt wie der Arzt so ist. Hier im Umkreis ist das nämlich der letzte, den ich noch nicht  hatte. Mein ersten Frauenarzt ist bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgehauen. Danach habe ich dann zu dem gewechselt, bei dem ich die Fehlgeburt hatte. Zu dem kann ich aus psychischen Gründen nicht mehr gehen. Ja dann zu der Ärztin gewechselt und den Rest der Story kennt ihr ja.

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11 thoughts on “Arztwechsel”

  1. Ich versteh das mit dem Ultraschall echt nicht – wenn du Risikopatient bist, dann braucht der Arzt nicht extra abrechnen, weil die KH dazu verpflichtet ist die Kosten zu übernehmen.
    Als Überbrückung bis zur 22. Woche kannst du dir ja schon mal eine Hebamme suchen, falls du noch keine hast. Die kann ja auch nach dir schauen und das wichtigste gucken.
    Hast du bei dem neuen Arzt gesagt, dass du Insulin spritzt und schwanger bist? Normal müsste man da schon viel eher nen Termin haben.

    Wenn dus gar nicht aushälst, kannst du ja auch schon vorher gehen – wegschicken dürfen sie dich nicht – musst halt nur mit langer Wartezeit rechnen

    1. Also von meiner Krankenkasse habe ich ganz klar die Auskunft, dass das von dem Arzt kommen muss. Sie selbst entscheiden nicht, dass ich mehr Ultraschall bekomme, als ein „normaler“ Patient.
      Ich spritze ja (noch) kein Insulin. Hab vorerst „nur“ mal eine Insulinresistenz und messe seit dieser Woche meinen Blutzucker. Ja und bei meinem neuen Arzt hab ich das alles erwähnt. Eigentlich wollten die mir aber erst gar keinen Termin geben, weil sie seit Jahren Aufnahmestopp haben (eben weil mein anderer Arzt damals abgehauen ist und die jetzt alle Patientinnen von ihm übernommen haben).

      Ja eine Hebamme ist eine gute Idee. Die bezahlt doch die Kasse oder?
      Und wenn ich es echt nimmer aushalte, dann kann ich immernoch ins Krankenhaus und da eine Untersuchung machen lassen. Zahl ich eben die 10€. Das ist mir dann auch egal.

      Ich finds eben hart, dass sich da Kasse und auch die Ärzte so quer stellen *kopfschüttel*

      1. Bei mir war das irgendwie gar kein Problem – im Gegenteil ich hatte soviele US, dass es schon anstrengend war – teilweise 2 mal die Woche zum Ende hin

        Wer kontrolliert denn in der Zeit die Ergebnisse vom Messen?

        Hebamme kostet dich nix – und kannst du dir jetzt ruhig schon suchen – die hilft dir bei sämtlichen Fragen die du hast gerne weiter

      2. Ich hab am Dienstag nächste Woche einen Termin bei meinem Diabetologen mit dem ich die Werte durch gehe. Eigentlich schaut es ganz gut aus. Ich erreiche die Grenzwerte nicht.

        Wohnst du in einer größeren Stadt? Bei uns aufm Land stellen die sich echt an, weil sie wissen, dass die Konkurrenz nicht allzu groß ist und sie es abziehen können.

  2. Wenn Du ein schlechtes Gefühl bei Deiner Ärztin hast, ist es Zeit zu gehen. Denn ohne Vertrauen kannst Du Dich nicht ernst genommen fühlen. Und das ist doch die Grundvoraussetzung, um Dich außerdem sicher fühlen zu können.

    Das mit der Gebührenschacherei greift immer mehr um sich. Da kann es sich durchaus lohnen, die ärztlichen Leistungen auch preislich vorher abzufragen. Ein Unterschied von 40 zu 25 Euro ist schon bemerkenswert. Immerhin handelt es sich um die gleiche Leistung.

    Ich drücke Dir die Daumen!

  3. also ich kann das verstehen und idch nur ermutigen, den arzt zu wechseln. auch wenns total dämlich ist, dass es bei euch nur solche „bezhaöl-ultraschall-ärzte“ gibt!
    Bei mir hat die Ärztin damals gesagt: „ich versprech ihnen, das nächste mal wird alles gut“. hallo? sicher nett gemeint, aber sowas von nem arzt zu hören ist doch echt scheiße. zumal sie dann damals bei dem „letzten“ ultraschall, als wir hofften schon beinchen und arme und so zu sehen, einfach sagte „sehen sie, ich habs ihnen ja gesagt, da ist nichts mehr.“ ne, ich konnt da auch nicht mehr hin. ich kann da nichtmal vorbei fahren.
    vielleicht kannst du zwischen den beiden terminen im Krankenhaus vorbeischauen? da zahlt man dann zwar auch, aber 9 wochen sind schon viel dazwischen, das würd ich nicht „aushalten“ und man sollte ja auch alle 4 Wochen gehen. oder findest du eine Hebamme, die in der zeit Vorsorge machen kann?

    1. Ja ich glaub auch ich werd die zwischenuntersuchung im Krankenhaus machen lassen. Dann bin ich mir sicher dass alles ok ist. Ist sonst echt zu lange.

      Ja unsere Ärzte wollen eben abkassieren. Scheinbar muss man als schwangere ja auch keine praxisgebühr bezahlen. Muss man bei uns aber auch. Sauerei ist das. Da wird die Schwangerschaft eine teure Angelegenheit.

      1. oh, praxisgebühr muss ich aber auch bezahlen. das war auch beim 1. arzt so.
        ja mich nerven auch diese „zusatz“ sachen, die man selbst zahlen muss, die aber wichtig sind. also zuckerbelastungstest (wenn kein „verdacht“ besteht), streptokokken / Toxoplasmose test usw. …

  4. Wenn man auf dem Land wohnt, muss man eben auch damit leben, manchmal weiter fahren zu müssen. Erweitere doch einfach mal deinen Suchkreis, auch in Bad Buchau, Schussenried, Mengen, Riedlingen oder Pfullendorf gibts Gynäkologen.
    Und nicht alle sind doof 😉 Und auch wenn irgendwas dringendes sein sollte, macht es keinen Unterschied, ob ihr 5 oder 15 Minuten Fahrzeit habt….

    Ansonsten arbeitest du doch in Weingarten, oder? Such dir doch dort einen, da musst du doch eh jeden Tag hin (zumindest solange du noch arbeitest).

    Was ich damit sagen will: Wenn du mit den „nahegelegenen“ nicht zufrieden bist, musst du halt in weiterem Umkreis suchen. Ein GUTER ARZT wäre mir, gerade an deiner Stelle, deutlich wichtiger als ein „bequem zu erreichender“ Arzt. 😉

    1. Glaub mir, ich habe mich umgeschaut. Meine jetzige Ärztin ist z.b. in Buchau. Und nach RV oder Weingarten mag ich echt nicht zum Arzt. Da findest kaum Parkplätze und wenn ich dann nimmer arbeiten geh will ich sicher ned 30 km zum Arzt fahren. Da kann ich ja gleich nach Ulm fahren.

      1. Ja, ist natürlich blöd, ich versteh das schon. Aber mir wären die 30km das in DEINEM FALL halt wert. Selbst hier bei uns, wo es wirklich massenhaft Ärzte gibt, muss man zu manchen Ärtzen auch mal 40km fahren. Kompetenz und Vertrauen ist durch ein paar Kilometer doch nicht zu ersetzen… und wenn es dir NACH der Geburt zu weit ist, kannst du ja immer noch wieder „zurückwechseln“, oder?
        Ich hatte z.B. meinen Sprunggelenksbruch in der Uniklinik Frankfurt behandeln lassen, auch sämtliche Nachuntersuchungen, die jeder Orthopäde locker hätte machen können – das war jedesmal teuer (Parkgebühren 2 Euro/Std), und dauerte ewig (Wartezeiten üblicherweise 1-3 Stunden, plus An- und Abfahrzeit), aber mir war es das wert, bei einem Arzt zu sein, zu dem man Vertrauen hat und den man „kompetent“ findet.

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