Schwangerschaft, Vorsorgeuntersuchungen

Nackenfaltenmessung

Wie steht ihr zur Nackenfaltenmessung?
Die zeit bis zur 14. SSW ist nicht mehr lang hin und bis dahin sollten wir uns entscheiden ob wir das machen wollen. Einerseits ist die Genauigkeit bei der Messung bei 70%. Andererseits weiß ich nicht was ich tun würde, wenn raus kommt, dass der Krümel zu 70% am down-Syndrom leidet. Da sind immernoch 30% die dagegen sprechen. Und da wir uns gegen ein behindertes Kind entscheiden würden, könnten wir diese Entscheidung auch nach dem Test nur schwer fällen. Somit stehen wir wieder am Anfang der Überlegungen.

Was ist eigentlich mit dem Bluttest von dem alle Welt geredet hat? Darf man den jetzt machen? Und wieso klärt mich meine ach so tolle Ärztin darüber nicht auf? Ich komm mir ganz schön im Stich gelassen vor.

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21 thoughts on “Nackenfaltenmessung”

  1. Der Test soll wohl um die 1000 Euro kosten – würde ich niemals investieren.

    Nackenfaltenmessung haben wir auch nicht gemacht – ich würde es niemals übers Herz bringen und mein Kind weg machen lassen – freiwillig. Never ever.
    Im US kann man ja auch schon erahnen wie die Nackenfalte aussieht und eine kleine Messung machen – wenn da Ungereimtheiten sind, kann man die richtige Messung immernoch machen.

  2. Nackenfaltenmessung ist ja keine Untersuchung, mit der man etwas „feststellen“ kann, sondern nur die „Wahrscheinlichkeit abschätzen“, mit der eine Behinderung vorhanden ist.

    Insofern kann die Unterschuchung also nur der „erste Schritt“ sein. Wenn du Nackenfaltenuntersuchung eine hohe Wahrscheinlichkeit ergibt, DASS was ist (was aber natürlich durchaus „falschpositiv“ sein kann), sollte man sich darüber klarwerden, dass man ne Fruchtwasseruntersuchung machen sollte.
    Nur die Fruchtwasseruntersuchung kann dann etwas FESTSTELLEN.

    Der Vorteil der Nackenfaltenmessung gegenüber der Fruchtwasseruntersuchung ist halt, dass davon keine Gefahr für das Kind ausgeht (bei Fruchtwasseruntersuchungen kommt es bei 0,5-1% zu einer Fehlgeburt) und man daher das Risiko einer „blinden“ Fruchtwasseruntersuchung deutlich herabsetzen kann. Wenn die Nackenfaltenmessung ergibt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, kann man sich die Fruchtwasseruntersuchung sparen und seinem gesunden Kind das unnötige Risiko ersparen.

    Grundsätzlich sollte man sich aber solche Untersuchungen nur überlegen, wenn man sich im Klaren ist, dass das Ergebnis auch einen Einfluss auf das eigene Handeln hat. Wenn man, wie pueppi schreibt, das Kind auf keinen Fall abgetrieben hätte, braucht man auch keinen solchen Test machen lassen.
    Am sinnvollsten spricht man vorher mal mit dem Partner darüber, wie man mit einem behinderten Kind umgehen würde und was für Konsequenzen man ziehen würde, wenn man die Möglichkeit dazu hätte.

    Der Bluttest wiederum dauert wohl noch 1-2 Monate bis er kommt, hab ich zumindest vor ein paar Tagen irgendwo in ner Zeitung gelesen, dass sich das noch etwas verzögert. Kostet dann wohl 1200 Euro und ist KEIN Ersatz für die Nackenfaltenmessung, sondern eben ein risikoloser Ersatz für die Fruchtwasseruntersuchung, da dabei nicht die Gebährmutter punktiert wird, sondern eben nur die Vene der Mutter angezapft 😉

      1. Und wie sind die Überlegungen? Was würdet ihr mit nem behinderten Kind machen? Das ist die ERSTE Frage – alle anderen stellen sich dann unter Umständen eben gar nicht mehr. Das ist eine Frage, die nur IHR SELBST treffen könnt, und zwar am besten gemeinsam. Wenn sie keine Auswirkungen hätte, ihr also zumindest „wahrscheinlich“ das behinderte Kind trotzdem bekommen wollen würdet, braucht man das nicht zu machen, zumindest nicht die Fruchtwasseruntersuchung.

      2. Also Fruchtwasseruntersuchung kommt eh nicht in frage, eben wegen dem FG-Risiko. Und wie ich ja geschrieben habe, würde sich raus stellen, egal bei welcher Untersuchung, dass das Kind behindert ist, dann würden wir es nicht bekommen. Das können wir uns finanziell nicht leisten.

        Ich denke aber wir werden uns gegen die Nackenfaltenmessung entscheiden.

      3. Naja, wenn ihr das Kind NICHT bekommen wollen würdet, würde ich aber doch zumindest eine Untersuchung in die Richtung machen lassen. Die Nackenfaltenmessung ist hier ja doch die einfachste und günstigste Möglichkeit.

        Wenn sich eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Trisomie 21 ergibt, kann man ja dann den Bluttest hinterherschieben, zumindest sobald er verfügbar ist. Eine Fruchtwasseruntersuchung halte ich auch für schwachsinnig, weil viel zu risikoreich – entsprechend verwundert mich die öffentliche Diskussion über den Bluttest etwas.

      4. Der Bluttest kostet zwischen 900 und 1200€. Ich wüsste nicht wie ich das bezahlen könnte.
        Deswegen werde ich auch die Nackenfaltenmessung nicht machen.

      5. Ich hoffe, du wirst mich jetzt nicht hassen, wenn ich sag, dass diese 1000 Euro mit Sicherheit nicht die letzten sein werden, die ihr für das Kind ausgeben müsst 😉 *zwinker*

        Im Ernst: Du schreibst oben, dass ihr Euch KEIN behindertes Kind haben möchtest, weil ihr es euch NICHT leisten könnt. Gleichzeitig geht ihr aber „blind“ mit dem Risiko um, weil der Test auch zu teuer ist?!?

        Üblicherweise machen Leute den Test nur dann nicht, wenn Sie „damit leben können“, wenn das Kind behindert sein sollte. Gerade deshalb versteh ich deine widersprüchlichen Aussagen jetzt nicht ganz ;););)

        Die Nackenfaltenmessung kostet je nach Arzt keine 100 Euro und in den meisten Fällen ist danach eh „Entwarnung“ und man kann relativ beruhigt sein. Nur WENN die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dann kann man ja immer noch darüber NACHDENKEN, den Bluttest machen zu lassen – man legt sich doch nicht schon vorher darauf fest, 1000 Euro „zum Fenster raus zu werfen“… oder?
        Und im „Ernstfall“ wären die 1000 Euro doch gut investiert, wenn man KEIN behindertes Kind haben möchte, oder etwa nicht?

      6. Ich verstehe nicht wieso du mich jetzt zu der Untersuchung überreden möchtest?
        Es ist eine Entscheidung die mein Mann und ich treffen müssen. Mein Eintrag hier war eigentlich die frage an die anderen schwangeren wie sie mit der Entscheidung umgehen.
        Für dich spielen 1000€ keine Rolle, das weiß ich schon. Aber es gibt eben auch Leute die für 1000€ lange arbeiten müssen. Natürlich sind das nicht die letzten euros die ich für das Kind ausgeben werde. Scheinbar glaubst du ich bin blauäugig und verstehe nicht was ein Kind bedeutet. Du solltest mich besser kennen.

      7. Du verstehst nicht, worauf ich hinauswill…. ich will dich zu GAR NICHTS überreden!
        Die Untersuchungen sind NUR die Entscheidung der Eltern – und niemand sonst sollte das treffen.
        Ich VERSTEHE aber deine Aussagen nicht, weil deine AUSSAGEN und DEIN VERHALTEN widersprüchlich ist.

        Was ich hier schreibe, sind dir deine eigenen Aussagen vor Augen führen, damit du Entscheidungen treffen kannst, die auf „logischen Schlussfolgerungen“ deiner Aussagen basieren.
        Soory, wenn es so rüber kommt, als würde ich dich bevormunden, du weisst aber, dass ich das niemals so meinen würde – ich versuch einfach, irgendwie Logik in deine Aussagen zu bringen ;););)
        (außerdem ist jemand der immer nur deiner Meinung zustimmt, zwar ganz nett, aber letztendlich doch keine „Hilfe“ bei entscheidenden Fragen, oder?).

        Die Frage, die sich DIR in dieser Situation stellt, lautet:
        „Kann ich mit einem, behinderten Kind leben?“
        Darauf gibt es 2 Antworten:

        Antwort A: „Ja“
        Antwort B: „Nein“.

        Bei Antwort A ist die Frage nach dem Test gleich beantwortet: Nämlich, dass so ein Test keinen Sinn macht, weil das Ergebnis keinen Einfluss auf dein Verhalten hätte. Also kann man sich den Test auch sparen.

        DU selbst schreibst oben aber sehr eindeutig, dass die Antwort für dich ein klares B wäre. Die logische Handlung daraus wäre, dass du dich so verhalten müsstest, dass du ausschließen kannst, dass du ein behindertes Kind bekommst.
        Dazu gehört eben ein Test, zumindest mal die „erste Stufe“ davon (und wie gesagt, es geht ja noch überhaupt gar nicht um den 1000 Euro Test, sondern NUR um den Nackenfaltentest für unter 100 Euro).

        => Deshalb ist für mich die Aussage „ich will kein behindertes Kind“ und „ich mache keinen Test“ einfach nicht logisch miteinander vereinbar…

        Wie gesagt, es ist DEIN KIND, es ist DEIN LEBEN und DEINE ENTSCHEIDUNG – aber man trifft Entscheidungen doch irgendwo „logisch“ und nicht so, dass man „B“ sagt und sich gleichzeitig wie „A“ verhält, oder?!?

        P.S.: Deine Aussage mit dem Geld schiebe ich jetzt mal auf deine Hormone *zwinker* – ich verdiene leider längst nicht so gut, wie du es offenbar von mir vermutest. Für 1000 Euro muss ich wahrscheinlich sogar noch länger arbeiten als du (der Unterschied ist höchstens, dass ich pro Tag deutlich länger arbeite und daher auf mehr komme) – aber die Konsequenz, bis zu seinem eigenen Tod ein behindertes Kind betreuen zu müssen, ist letztendlich doch VIEL größer als ein halbes Monatseinkommen, dass man VIELLEICHT (tendenziell aber wahrscheinlich eh nicht) ausgeben müsste, oder?
        1000 Euro sind viel Geld, keine Frage – aber wenn man kein behindertes Kind will, geht man ohne so einen Test eben immer das Risiko ein, dann eben doch eines zu bekommen.

        Wenn du DAMIT leben kannst – DANN ist es richtig, den Test nicht zu machen.

      8. Was sagt denn deine Frauenärztin dazu eigentlich? Eventuell kann sie ja mal bei ner US schauen, ob sie im Nacken “ was sieht“, was verdächtig ist. Ich weiß, die Ärztin ist ne Flasche, aber frag halt einfach mal, vielleicht gibts ja auch gleich „auf den ersten Blick“ Indizien, die in die eine oder die andere Richtung gehen 🙂

  3. Hallo. Bin durch pueppi auf deinen Blog gestoßen. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Kugelzeit :-). Also wir haben die Nackenfaltenmessung auch nicht gemacht. Wir haben uns die Entscheidung bis zum Termin in der 12. Woche offengehalten. Das war sogar der Vorschlag meiner FA, weil sie der Meinung ist das man nicht unnötig viel Geld ausgeben sollte. Sie hat dann nichts auffälliges gesehen im Ultraschall und da haben wir es sein lassen.

    Ansonsten hat die sny ja auch schon reichlich Infos gegeben 🙂

    1. Das ist echt klasse von deiner FA, leider ist Sandra offenbar nicht Mit einer so „verantwortlichen“ FA gesegnet 😦 vielleicht findet sie aber noch eine „Gute“, zu wünschen wärs ihr! 🙂

  4. Was man bei einer Trisomie 21 immer bedenken sollte ist, dass sie von leichten körperlichen symptomen bis hin zu schweren geistigen Defiziten alle Schweregrade haben kann. Es kann also sein, dass, selbst wenn du ein Kind mit Trisomie bekommen solltest, es lediglich eine VierFingerFurche haben könnte, an sonsten aber ein vollkommen autonomes Leben führen kann.
    Bei so einer Frage kann dir auch keiner helfen. Wir für unseren Teil haben es nicht gemacht, eine Abtreibung wäre für uns auch nie in Frage gekommen.

  5. Also wir hatten ja nach der NFM eine Wahrscheinlichkeit von 1:2 für Trisomie 21. Ein Bluttest wurde bei mir auch gemacht, allerdings nicht der um 1000 Euro, vielleicht ist das was anderes. Jedenfalls konnte ich mit diesem Ergebnis nicht ohne weitere Schritte leben, so dass wir noch ne Chorionzottenbiopsie haben machen lassen. Trotz FG-Risiko. Aber es ist ja zum Glück gut gegangen und unsere Kleine ist ja auch topfit.
    Jedenfalls würde ich trotz allem Bangen beim nächsten Mal wieder eine NFM machen lassen, da ich Angst vor einer Trisomie (nicht nur 21) hätte… Aber ich kann auch alle verstehen, sie es nicht machen lassen wollen!

    1. Na das ist doch toll, dass alles prima gelaufen ist und bei der Kleinen alles bestens gelaufen 🙂
      Der Bluttest ist nicht dieser neue, der quasi ein „Gentest“ ist (dabei werden die paar Kindszellen, die sich im mütterlichen Blut befinden, analysiert). Deshalb ist der auch so teuer. Aber es gibt wohl Blutwerte, mit denen man die Risikoangabe bei der NFM präzisieren kann.
      War die CZB schmerzhaft/unangenehm?

      1. Ich war zur CZB bei nem ganz tollen Pränataldiagnostiker. Es hat schon ein bisschen geziept, aber war sehr gut auszuhalten, echt nicht schlimm.

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