Schwangerschaft

Erstens kommt es anders…

Gestern hatte ich meinen langersehnten Termin bei meiner Frauenärztin. Meine Schwester wollte mit und ich war froh, dass ich nicht allein war. Ich fuhr also nach der Arbeit noch kurz heim um mich frisch zu machen, mit meinem Hund Gassi zu gehen und um auf meine Schwester zu warten. Auf der Fahrt habe ich mich irgendwie falsch gedreht und es zog etwas im Unterleib. Das hatte ich ja schon mehrfach… die Mutterbänder. Kurz bevor ich daheim war bemerke ich, dass ich ziemlich dringend pinkeln muss. Ich schloss also auf und rannte schnurstracks auf die Toilette. Und da bemerkte ich, dass etwas nicht stimmte. Es fühlte sich anders an als sonst. Und meine Ahnung bestätigte sich: Blut! Überall Blut! Nicht gerade wenig. Ich geriet augenblicklich in Panik. Ich suchte nach meinem Handy, leerte meine ganze Handtasche auf dem Boden aus. In dem Augenblick kam auch meine Schwester.

Ich habe sie nicht gerade herzlich empfangen, was mir im Nachhinein auch sehr leid tut 😦 immerhin wollten wir noch ihren Geburtstag nachfeiern. Ich rief meinen Mann an, aber er war nicht erreichbar. Also rief ich bei meiner Ärztin an und bat darum früher kommen zu dürfen. Auf der Fahrt baute ich fast noch einen Unfall, so zittrig war ich. Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Wie gut dass meine Schwester bei mir war. Sie brachte mich wieder ein bisschen runter. Ich kam gleich dran, als wir in der Praxis eintrafen. Auf dem Ultraschall erkannten wir dann das kleine schlagende Herz und mein jetzt schon recht großes Krümelchen (6,7 cm). Woher das Blut kam konnte meine Ärztin nicht sagen. Es blutete noch ein wenig nach und auch die nächsten Tage, so meinte meine Ärztin, könnte ich noch ein wenig braunes Blut ausscheiden.

Meine Ärztin schrieb mich für die nächste Woche krank. Ich sollte mich schonen, wenig gehen, wenig Treppen steigen, nichts schweres heben und mich nicht anstrengen. Mein Chef wird sicher nicht so erfreut darüber sein. Aber jetzt geht es in allererster Linie um mich und das Baby. Nächsten Freitag soll ich nochmal bei meiner Ärztin vorbei kommen und falls etwas sein sollte in den nächsten Tagen bzw. auch am Wochenende, dann soll ich sofort ins Krankenhaus fahren.

Ich bin so schockiert über die Ereignisse. Es hat mir einmal mehr gezeigt wie zerbrechlich das Leben in mir doch ist. Ich hoffe so sehr, dass das nie mehr wieder passiert.

Advertisements

6 thoughts on “Erstens kommt es anders…”

  1. Du armes Ding. Das tut mir so unheimlich leid für dich, aber wie du siehst, ist das Leben in dir gar nicht sooo zerbrechlich. Scheiß auf deinen Chef und mach dir mit dem Zwerg eine schöne Woche. Es wird alles guddi. Schick dir ganz viel Kraft.

  2. Ohjeohje, gut, dass alles in Ordnung ist! Deine Schwester wird es dir in dieser Situation sicher nicht krumm nehmen, dass du sie nicht besonders herzlich begrüßt hast!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s