Gedanken zum Wochenstart

Die letzte Woche bei meiner Arbeitsstelle bricht an. Ist irgendwie alles noch so unwirklich. Aber ich freue mich riesig drauf, dass ich bald nimmer arbeiten gehen muss. Immerhin wird alles immer beschwerlicher und das Wetter macht es mir auch immer schwerer morgens zur Arbeit zu kommen. 30 km Fahrt bei diesem Schnee und der Eisglätte machen mir schon Angst. Immerhin bin ich ja jetzt nicht nur für mich verantwortlich, sondern trage auch für mein Kleines im Bauch die Verantwortung.

Es wird sicher schön werden… die Zeit zu Hause. Und ich kann endlich mit der Planung des Kinderzimmers beginnen und die Babykleidung und die Bettwäsche vom Krümel waschen, damit alles vorbereitet ist, wenn es dann endlich kommt. Die Tasche für´s Krankenhaus muss ja auch noch gepackt werden. Immerhin könnte es ja auch jeden Tag los gehen. Da will Frau ja auch vorbereitet sein.
Trotzdem hab ich oft das Gefühl, dass ich auf gar nichts vorbereitet bin und total planlos umher irre. Grad so, als hätte ich gerade erst von der Ankunft des Krümels erfahren. Ich würde gerne das ganze Haus von oben bis unten putzen, damit alles blitzt und blinkt, wenn das Kleine kommt. Aber umso schwangerer ich werde, umso unmöglicher wird das. Ich werde immer langsamer in meinen Bewegungen und kann vieles einfach nimmer tun. Früher hab ich selber Möbel durch die Gegend geschoben… heute brauche ich für alles Hilfe. Und bin ich dann in dem einen Raum fertig, dann kommt schon wieder jemand (ich nenne keine Namen *Mann anschielt*) und macht es wieder dreckig. Es ist ein Teufelskreis!

Auch wenn dann in der Zeit nach der Geburt die Hebamme jeden Tag vorbei schaut will ich mich nicht schämen müssen, weil es bei uns ausschaut wie beim Hempels unterm Sofa. Aber ich hoffe, dass ich das alles irgendwie geregelt bekomme. Ansonsten muss ich mir echt überlegen, für die nächsten Monate eine Haushaltshilfe einzustellen. So bescheuert das auch klingt…

Gestern waren mein Mann und ich mit dem Hund im Schneegestöber unterwegs. Eine Stunde! Sonst wäre ja eine Stunde Gehen gar kein Problem für mich. Aber die Tatsache, dass es verdammt kalt war, ich ein Baby im Bauch und die Hüftringlockerung habe, machten die ganze Sache zu einem schwierigen Unterfangen. Ich war so durchgefroren, dass ich meine Beine nicht mehr gespürt habe. Und mein Bauch war auch so eisig kalt, obwohl ich mich echt warm angezogen hatte. Das Kleine hat sich dann auch den ganzen Nachmittag nicht mehr gerührt, was momentan schon sehr ungewöhnlich ist. Ich hab mir gleich wieder Sorgen gemacht und gegen Abend den Angelsounds angeworfen. Doch bei dem war leider die Batterie alle, sodass ich nichts hören konnte. Also lenkte ich mich mit Häkeln ab. Und erst kurz bevor ich ins Bett ging, kam ein Klopfen von unten. Puh! Da hab ich aber erstmal aufgeatmet.

Heute Nachmittag habe ich meinen letzte regulären Ultraschall. Wenn das Wetter so bleibt, dann wird mein Mann auch dabei sein, was mich sehr sehr freut. Für´s Outing habe ich allerdings kein gutes Gefühl. Höchstwahrscheinlich wird es sich wieder verstecken. Aber ok. Darauf bin ich vorbereitet. Ich freu mich nur, es wieder zu sehen. 9 lange Wochen habe ich es nun nicht mehr gesehen. Klar, man spürt es nun jeden Tag, aber dennoch würd ich gern wissen wie es sich entwickelt hat und wie groß und schwer es ist. Ich freue mich auf jeden Fall sehr aufs Baby-TV nachher… ❤

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Wie sag ich´s ihm bloß?

Ich muss mich grad ablenken. Ich werde gleich meinen Chef anrufen und ihm „beichten“, dass ich schwanger bin. Ich bin ja immer noch krank geschrieben und habe aus lauter Angst, dass Chef durch die Krankmeldung, die ja von meiner Frauenärztin ausgestellt ist, heraus findet was Sache ist, die Krankmeldung heute erst abgeschickt. Das ist natürlich ziemlich spät. Und zu allem Überfluss fiel mir dann auch noch ein, dass am Montag ein wichtiger Kunde zu uns ins Haus kommt, den ich betreuen muss. Und ich habe null komma gar nichts vorbereitet.

Also habe ich beschlossen, Chef anzurufen und es ihm zu sagen bevor am Montag alles auf mich herein bricht. Ich habe es gerade schon versucht, aber er ist erst in einer halben Stunde zu erreichen. Also sitze ich jetzt hier mit schweissnassen Händen. Aber was soll schon passieren? Was soll er schon sagen? Es ist nunmal so. Ich erwarte ein Kind und ich liebe es jetzt schon so sehr. Trotzdem geht mir der Arsch ganz schön auf Grundeis.

Edit: er hat positiv reagiert. Er hat mir gratuliert und sich auch sogar ein bisschen für mich gefreut. Er hat gleich gefragt ob ich denn überhaupt wieder komme. Er ging gleich von einem Beschäftigungsverbot aus. Ich hab ihm gesagt: sofern morgen beim Arzttermin alles ok ist bin ich Montag wieder da.

Puh! Was bin ich erleichtert. Das ist wirklich gut gelaufen. Mein Herz hat ganz wild geklopft. Adrenalin pur! Jetzt kann ich nur hoffen, dass es Krümelchen morgen gut geht. Vorgestern habe ich zumindest noch sein Herzchen über den Angelsound gehört 🙂

Frauen, die Schwangerschaft riechen

Ja es gibt sie wohl wirklich. Die Sorte Frauen, die es förmlich riechen wenn jemand schwanger ist.
Meine Kollegin fasste mir vorhin an Bauch und meinte: „ist da was unterwegs?“ – ich verneinte schockiert.

Dann könnte ich es ja gleich ans Schwarze Brett nageln. Sie ist zwar ne liebe, aber sie tratscht alles aus. Nein! Erstmal soll es der Chef erfahren. Der kommt in 2 Wochen ausm Urlaub zurück. Dann sag ich’s ihm. Der wird sich „freuen“ 😀