Ade 2013 – Hallo 2014

Jetzt ist es vorbei. Das Jahr in dem soviel passiert ist. Das Jahr, dass trotz Unglückszahl, die größte und schönste Veränderung in mein Leben gebracht hat: Unseren Sohn!
Es war so ein schönes Jahr. Wir haben gelacht und viel entdeckt. Der Krümel hat soviel gelernt. Er lag vor 3 Monaten nur herum. Dann fing er an zu sitzen, vom einen Tag auf den anderen. Seitdem ging es Schlag auf Schlag. Er krabbelt, steht, und das sogar schon frei, und es ist abzusehen, dass er bald laufen wird. Der Krümel hält uns auf Trab 🙂 aber es ist wunderschöner Stress. Er entdeckt die Welt, will überall die Nase rein stecken und alles in den Mund nehmen. Letztens saß er auf dem Boden, mit dem Gesicht, dem Mund und den Händen voller Erde und strahlte uns an. Er hatte im Blumentopf gewühlt. Ja manchmal sind es schon nervenaufreibend und man fragt sich wie das alles noch werden wird, wenn er dann läuft und man ihn keine Sekunde mehr aus den Augen lassen kann. Aber ich freue mich auch auf die Zeit die noch kommen wird… natürlich!

Das neue Jahr wird sicher wunderbar, da bin ich ganz sicher. Aber es wird auch einige Veränderungen mit sich bringen. Wir werden uns nicht mehr so oft sehen, denn der Krümel wird in die Kita kommen und ich werde wieder arbeiten müssen. Das bedeutet weniger Zeit für uns. Wenn er Neues lernt werde ich das nicht als erstes erfahren. Und Abends werden wir höchstens 3 Stunden zusammen verbringen. Es macht mich fertig, um ehrlich zu sein. Er wird mir unendlich fehlen. Allein bei dem Gedanken daran zieht sich mir der Magen zusammen und ich würde am liebsten weinen. Aber es bleibt uns nichts anderes übrig. Leider…

Weihnachten war übrigens richtig toll. Der Krümel und ich waren am heiligen Abend morgens bei meiner Familie. Wir haben schön gefrühstückt und eine Bescherung gemacht. Danach haben wir uns alte Dias angeschaut, die ich seit vielen vielen Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich konnte mich teils auch gar nicht mehr daran erinnern. Es war schön und so tränenreich.
Abends waren wir dann zur Bescherung bei den Eltern meines Mannes. Da hat sich der Krümel dann am meisten an einem blauen Geschenkband erfreut. Ich denke nächstes Jahr wird Weihnachten für ihn intensiver…

Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Start ins neue Jahr und schicke viel Gesundheit und Liebe mit auf den Weg!

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Erkältung + Zahn = schlaflose Nächte

Donnerstag letzte Woche fing es an. Der Krümel schlief Abends ganz normal ein. Allerdings nur 2 Stunden. Dann wachte er auf und war total verrotzelt. Er bekam keine Luft und konnte nicht schlafen. Ich versuchte alles mir Mögliche. Ich hatte ja nichts da. Also keine Arznei. Also schnibbelte ich Zwiebeln und machte Säckchen draus. Außerdem stellte ich Schälchen mit Wasser auf die Heizung und hängte nasse Handtücher auf. Aber keine Chance. Er atmete nur durch den Mund und konnte dadurch nicht schlafen. Immer wieder schlief er für Sekunden auf meinem Arm ein, wachte dann wieder auf und weinte. Und das ging dann bis um halb 3. Ich war mit den Nerven echt runter. Ich war müde und konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Dass es dem Krümel so schlecht ging machte mich einfach nur fertig.

Am Schluss lag er dann zwischen meinem Mann und mir im Bett und fiel in einen tiefen Schlaf. Endlich! Er schlief allerdings nur bis um 5, war dann wieder wach und quengelte schrecklich. Also schickte ich meinen Mann gleich um 8 zur Apotheke um Engelwurzbalsam und Thymian-Myrte-Balsam zu besorgen. Wir schmierten ihn gründlich ein und langsam wurde es etwas besser und er konnte auch wieder trinken. Und endlich kam auch unser Nasenstaubsauger zum Einsatz. Wirklich eine gute Investition. Da war einiges zu holen, kann ich nur sagen 😉

Seit diesem Donnerstag ist es ein Auf und Ab. Mal schläft er ganz wunderbar durch, hustet zwar Nachts öfter, aber schläft. Und mal gibt es Nächte in denen er einfach nicht schlafen kann/will. Ich habe wirklich Schlafentzug und bin dankbar, dass mein Mann momentan daheim ist. So kann er sich wenigstens Tagsüber öfter mal um den Krümel kümmern und ich kann ein paar Stunden Schlaf auf dem Sofa nachholen. Gestern Abend entdeckte ich dann noch einen weiteren Zahn, der wahrscheinlich auch noch sein Übriges zu dieser Situation tut. Ich weiß ja nicht wie lange so eine Erkältung bei Babys geht, aber bei uns Erwachsenen heisst es ja „3 Tage kommt die Erkältung, bleibt 3 Tage und geht dann 3 Tage“. Also insgesamt 9 Tage. Was für Erfahrungen haben die Muddi´s unter euch?

Sollte es Ende der Woche nicht viel besser werden, werde ich wohl doch zum Arzt gehen. Wobei ich das bisher ja vermieden habe. Immerhin sind die Kleinen ja doch oft erkältet und ich gehe wegen einer Erkältung ja auch nicht gleich zum Arzt. Zumal der ja auch nicht viel machen kann. Fieber hat der Krümel nämlich nicht und auch sonst ist seine Laune sehr gut. Hm… mal abwarten!

„Schau mal Mama, was ich schon alles kann…“

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es ist mittlerweile Herbst geworden. Die Blätter werden bunt und fallen von den Bäumen. Und mein kleiner Krümel entwickelt sich jeden Tag mehr und mehr vom Baby zum Kleinkind. Wir haben das Abstillen weiter voran getrieben. Und das obwohl er Anfangs gar keine Flasche annehmen wollte. Vor allem nicht, wenn ich sie ihm gab. Da wurde dann gleich wieder eifrig nach der Brust gesucht. Mein Mann ist krankheitsbedingt die letzten Wochen daheim gewesen und konnte dem Krümel somit die Flasche geben. Das funktionierte dann immer besser. Seitdem bekommt er nur noch zum Aufwachen die Brust und Abends zum Einschlafen. Ab und zu noch Mittags, wenn es so gar nicht mit dem Mittagsschlaf klappen will. Er reibt sich dann immer ganz doll die Augen und quengelt, aber einschlafen? Nein! Das kommt nicht in die Tüte! Außer er darf ein bisschen nuckeln…

In Spinat gebadet

Außerdem haben wir in der Zeit oft ausgiebig zu dritt gefrühstückt. Es gab einen zuckerfreien Löffelbiskuit für den Kleinen und Brötchen und Milch für die Großen 😉 Seit ein paar Tagen experimentieren wir immer wieder mit anderen Dingen. Mal ein bisschen Wurst, mal eine Ecke Brot mit Frischkäse oder Marmelade, mal Obst… Er nimmt alles, probiert alles und spuckt momentan auch alles mit lautem Gepuste wieder aus. Egal ob Altbekanntes wie den Mittags- oder Abendbrei oder eben neue Dinge. Er isst dann auch weiter, aber das Gepruste lässt er einfach nicht bleiben. So war ich letztens beim Spinat echt am Ende meiner Kräfte und konnte mich und ihn natürlich geradewegs umziehen. Trotz dass er momentan so schlecht isst, wiegt er schon über 9 Kilo. Hab ihn heut morgen mal gewogen. Ich denke das ist gerade noch so im Rahmen. Er ist ja auch nicht pummelig oder so. Er ist nur unheimlich groß 😀

Wieso liegen, wenn man sitzen kann?

Gerade zum Essen haben wir den Krümel seit einiger Zeit in seinen Hochstuhl gesetzt. Er geniesst es bei uns zu sein und auf seinem kleinen Tischchen herum zu trommeln. Aber selbständig sitzen war bis vor 2 Wochen noch nicht drin. Also haben wir es auch gelassen. Als ich meiner Mum bei ihrem Umzug half, war der Krümel zusammen mit Papa so lange bei meinen Schwiegereltern. Gegen Nachmittag bekam ich dann ein Bild von meinem Mann geschickt auf dem der Krümel frei auf dem Sofa saß. Und ab da ging es dann los! Seitdem sitzt man auf dem Sofa um zu trinken. Man möchte partout nicht mehr liegen. Ist Sitzen doch so viel schöner. Was man da alles sieht…! Ab dem Zeitpunkt wurde dann auch verbissen geübt, um sich ohne Hilfe selbst hinzusetzen. Und eines Tages, mein Mann und ich saßen gerade auf dem Sofa und unterhielten uns, hörten wir lautes Gegacker und freudiges Lachen. Ein Blick auf seine Spieldecke und wir sahen unseren kleinen Krümel dort sitzen und sich darüber freuen. Seitdem wird fast nur noch gesessen. Ganz besonders gefreut hat ihn die Tatsache, dass er nun von seinem Laufstall, der seit eh und je vor dem Aquarium geparkt ist, die Scheibe des Aquariums berühren kann und die Fisch darin auf seine Patschehändchen reagieren ❤ Mir liefen Tränen der Rührung über die Wangen, als ich sah wie sehr er sich darüber freute und mich dabei immer wieder anblickte um mir zu sagen: „Schau mal Mama, was ich schon alles kann…“

Kann man das essen?

Und seit neustem robbt er nun auch durchs Haus. Es ging alles so verdammt schnell, dass ich gar nicht weiß wo die Zeit hin ist. Erst rollte er ja fröhlich durchs Haus, dann fing er an, sich mit den Händen vorwärts zu ziehen und nun robbt er. Fehlt nur noch, dass er den Popo hoch nimmt, dann wäre das Krabbeln perfekt. Seitdem bin ich nur noch am Rennen. Kabel findet Krümelchen ganz besonders interessant. Da wird mit den zwei Zähnchen drauf rumgenagt, wenn man Mama oder Papa nicht schnell genug sind. Oder er findet Fusseln, die natürlich direkt in den Mund wandern. Blätter von den Pflanzen, die hier herum stehen sind natürlich auch äußerst spannend. Ich habe vor, am kommenden Wochenende mal das Wohn- und Esszimmer „Babysicher“ zu machen. Manche Dinge kann man aber eben nicht wegräumen.

Ansonsten bin ich übrigens zum ElternBloggerCafé nach Düsseldorf eingeladen worden. Leider ist das ein ganz schön weiter Weg, weshalb ich wirklich überlege, ob sich das lohnt. War jemand von euch schonmal auf so einem Event und kann mir vielleicht Näheres dazu erzählen? Lohnt sich so eine weite Anreise denn?

Der erste Haarschnitt

Ja die Haare vom Krümelchen wachsen ja unheimlich schnell. Mittlerweile hat(te) er schon einen amtlichen Vokohila 😀 Und da ich für meine Erinnerungsbox ja eh noch eine Haarsträhne brauche, griff ich kurzerhand zur Schere und schnitt ihm ein gutes Stück ab.

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Ansonsten geht es uns ganz gut. Wir sind mitten im fünften Schub, merken aber nicht wirklich viel davon. Der Kleine ist wirklich sehr pflegeleicht momentan. Er schläft durch und tagsüber hält er auch meist seine 3 Schläfchen, wenn auch nur Kurze. Wir haben mittlerweile mit dem Abendbrei angefangen, den er nun auch schon fast restlos vertilgt. Außer er schläft dabei ein, was auch schon ein paar mal vorgekommen ist 🙂

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Da unser TummyTub leider schon zu klein geworden ist, bzw. Krümelchen ungeimlich schnell wächst, haben wir uns jetzt eine Badewanne angeschafft. Wie man sieht macht er seinem Sternzeichen Fisch alle Ehre. Er liebt es zu planschen und freut sich jedes Mal, wenn er die Wanne sieht. Auch waren wir schon ein paar mal am See mit ihm. Das hat ihm unheimlich gut gefallen. Anfangs war er noch sehr skeptisch, aber umso öfter wir mit ihm ins Wasser sind, umso unbeschwerter war er.

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Es ist eine wahre Freude, ihm bei seiner Entwicklung zuzusehen. Er wiegt mit seinen fünf Monaten nun schon 8 kg und ist 70 cm groß. Er wird sicher mal ein Riese und spuckt Papa und mir auf den Kopf. Gut, bei meinen 1,60 m ist das ja auch keine Kunst 😉
Jeder Tag mit ihm ist anders. Er lacht sehr viel und lernt jeden Tag was Neues dazu. Das ist so wunderbar. Wir haben uns in unseren künsten Träumen nicht ausgemalt, wie schön es mit einem Kind sein würde… Bald ist er schon ein halbes Jahr alt. Die Zeit rast und ich komme mir vor, als würde ich daneben stehen und ihr dabei zusehen… wie im Zeitraffer rast alles vorbei. Das ist so schade. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten und mehr geniessen…

Ja, die bösen Zähnchen…

Mein Krümel leidet nun immer öfter unter Zahnschmerzen. Aber es ist nicht ersichtlich wo es genau weh tut. Er jammert dann immer, kaut auf allem rum (vor allem auf meinen Fingern. Aua!) und sabbert wie ein Weltmeister. Die Globuli, die ich ihm dagegen gebe, helfen nur bedingt. Ich habe mir dann im Drogeriemarkt Dentinox angeschaut. Zeitgleich bekam ich das Mammut Zahni Gel zum testen. Das Dentinox wurde mir übrigens gleich im Markt von einer Mitarbeiterin ausgeredet. Also kaufte ich eine Veilchenwurzel. In der Hoffnung, dass es Krümel Erleichterung bringt. Aber die Wurzel lies ihn völlig kalt. Er verzog das Gesicht und das Ding wurde seitdem keines Blickes mehr gewürdigt.

Das Mammut Zahni Gel riecht sehr angenehm. Das liegt an den Nelken, die darin enthalten sind. Auch mein Krümel mag das Gel lieber. Er schmatzt sogar nach Auftragen des Gels 😀 Und zur Wirkung kann ich sagen, dass es gerade vor dem Zubettgehen kleine Wunder vollbringt. Es wirkt sehr schnell und mein Krümel schläft viel besser damit ein, wenn er mit Zahnschmerzen einfach keine Ruhe findet.

Ich werde sicher wieder auf das Mammut Zahni Gel zurück greifen, wenn meine Pröbchen leer sind. Und dann hoffe ich, bald den ersten Zahn erblicken zu dürfen 🙂 lang kann’s ja nicht mehr dauern.

Die Leiden der Frau L.

Es ist wirklich zum heulen. Montag bekam ich urplötzlich fieses Zahnweh oben links. Allerdings konnte ich nicht lokalisieren, welcher Zahn denn da nun genau für verantwortlich war. Also erst mal Termin für den nächsten Tag beim Zahnarzt gemacht. Am Abend dann leichter Druckschmerz links neben der Nase. Ok, dachte ich, das könnten auch die die Nebenhöhlen sein. Also habe ich inhaliert, immerhin kennt sich Frau aus, denn das selbe Spiel hatte sie vor ein paar Jahren schonmal. Damals bin ich allerdings die glatten Wände hoch, weil nichts gegen die Schmerzen half. Selbst die hoch dosierten Ibuprofen (1000er), haben nichts gebracht. Damals hatte sich der Schmerz allerdings in Gaumen und Kiefer festgesetzt. Ich habe einige Zahnärzte damals aufgesucht und keiner konnte was finden. Erst als ich beim HNO war, wurde die Kieferhöhlenentzündung diagnostiziert.

Also wollte ich dem ganzen zuvor kommen und inhalierte brav. Am nächsten Tag sollte es ja dann besser werden. Immerhin hatte ich ja auch vor kurzem eine kleine Erkältung mit Schnupfen. Also musste es ja was mit den Nebenhöhlen sein. Am nächsten Tag allerdings traf mich fast der Schlag als ich in den Spiegel sah. Mein Gesicht war angeschwollen. Zwar nicht extrem, aber immerhin sichtbar. Also musste ich mit stärkeren Maßnahmen aufwarten. Ich ging zur Apotheke und besorgte mir eine Nasendusche und Nasenspray. Die Nasendusche war schon sehr… nunja… sagen wir mal „gewöhnungsbedürftig“. Inhaliert habe ich dann an diesem Tag mehrfach mit Kamille, weil mir das die Apothekerin riet und immer schön das Still-freundliche Nasenspray die Nase hoch gejagt. Und zu guter letzt noch schön mit Rotlicht bestrahlt… Doch leider quoll dadurch mein Gesicht erst richtig auf. Ich hatte eine Schwellung… ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ich sah aus wie eine Melone… nun gut, eine halbe Melone, weil rechts war ja alles in bester Ordnung. Ich konnte kaum noch sprechen und als ich dann am Mittwoch erwachte, war sogar mein linkes Auge halb zugeschwollen. An diesem Tag hatte ich auch einen Termin beim HNO (den Zahnarzttermin hatte ich, wohlwissend es sei eine Nebenhöhlenentzündung, abgesagt). Die HNO-Tante untersuchte mich eingehend und stellte fest: Meine Nebenhöhlen sind wunderbar frei! Es muss was mit dem Zahn sein!!!

Ich fiel aus allen Wolken und lief am nächsten Tag gleich früh morgens zum Zahnarzt. Ich war ja immerhin ein Notfall und kam Gott sei Dank auch gleich dran. Nach einer Röntgenaufnahme und einem „Oha!“ der Zahnarzthelferin, welches ich als kein gutes Zeichen deutete, kam der Arzt hinzu und setzte mir 2 Betäubungs-Spritzen. Er fing sofort mit den Behandlung an und schnitt mir das Zahnfleisch auf. Da muss wohl einiges an Eiter heraus gelaufen sein, denn ich wurde zwar seeehr blass und verlor fast das Bewusstsein, aber ich konnte den Arzt noch hören und das reichte vollkommen. Es war also eine vereiterte Zahnwurzel und die hatte in die Wange, den Kiefer und bis hoch zum Auge und runter ins Kinn geeitert. Dass das so schnell gehen würde, hätte ich ja nicht gedacht. Aber gut, ich hatte ja auch mein bestmöglichstes getan um es den Bakterien richtig gemütlich zu machen, mit meiner Wärme, Rotlicht usw.

Der Arzt gab mir Antibiotika und riet mir sofort abzustillen. Da war der ganze Schmerz vergessen, denn das tat jetzt wo anders weh. Ich wollte nicht von jetzt auf gleich aufhören zu stillen. Also trabte ich traurig nach Hause und stillte meinen Krümel ein letztes Mal. Dabei vergoß ich schwere Tränen. Das war nicht fair. Nur durch meine Dummheit sollte mein Krümel nun leiden. Also machte ich ihm zu seiner nächsten Mahlzeit eine Flasche fertig. Die trank er zwar, aber suchte immer wieder meine Brust. Ich rief in meiner Verzweiflung meine Hebamme an, die allerdings nicht zu erreichen war. Also musste ich doch nochmal die Stillberatung zu Rate ziehen. Und dort riet mir die nette Dame am Telefon doch tatsächlich vom plötzlichen Abstillen ab. Das könnte bei Krümelchen zu einem Trauma und bei mir zu Depressionen führen. Außerdem seien die Nebenwirkungen von Antibiotika meist nur dünner Stuhl und nicht aufzuwiegen mit dem Trauma, was das Kind durch den plötzlichen Entzug der Brust zu bewältigen hätte. Ich atmete auf. Auch im Web fand ich viele Studien darüber, dass gerade mal 10% der gestillten Kinder auf die Nebenwirkungen (Durchfall) von Antibiotika in der Muttermilch reagieren. Und eben auch vieles über die Reaktionen der Kinder auf apruptes Abstillen. Also legte ich Krümelchen an und weinte wieder… dieses Mal allerdings vor Freude, dass ich noch ein wenig weiter sein Ruhepool sein darf… seine kleine Insel auf der nur er und ich existieren und auf der er Geborgenheit und Liebe erfährt.

Meinem Zahn gehts übrigens etwas besser. Morgen muss ich nochmal zum Notdienst, aber ich spüre dass da immer noch Eiter drin sitzt. Essen kann ich jedenfalls nur seeehr langsam und seeeehr wenig. Aber ok. Meine Waage freut sich darüber 😉 und ich auch… ein bisschen.

Schielt er oder schielt er nicht? Das ist hier die Frage!

Ich mache ja jeden Tag mindestens ein Foto von meinem Krümelchen. Das ist nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern auch ganz toll um die Entwicklung zu verfolgen. Und auf den letzten Bildern ist mir extrem aufgefallen, dass er schielt. Selbst nimmt man das gar nicht so wahr. Man sieht ihn an und freut sich einfach nur an seinem süßen Gesichtchen und seinem niedlichen Lächeln. Aber auf den Fotos fiel es mir immer mehr auf. Beim letzten Arztbesuch habe ich dann den Kinderarzt gefragt. Er meinte, es sei alles noch im Rahmen und ganz normal. Meine Recherche im Internet ergab aber, dass es ab dem 3.-4. Monat merklich weniger werden sollte. Also war ich natürlich verunsichert und machte einen Termin beim Augenarzt.

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In der sogenannten „Sehschule“ machte die Ärztin einmal einen Test mit einem Stift auf dessen Spitze ein Hund montiert war, der blinkte. Da sollte Krümelchen also hinterher schauen. Er war ganz aufmerksam und lächelte die Ärztin auch lieb an. Ganz mein Sohn eben 😀 Die Ärztin meinte, es sei alles unauffällig und dass sein angebliches Schielen davon käme, dass sein Nasenrücken noch nicht vollkommen ausgebildet sei. Im Web habe ich dazu Folgendes gefunden: „Der Effekt liegt an der kurzen Nase und dem breiten Nasenrücken zwischen den Augen in diesem Alter. Dadurch ist “das Weiße” zur Nase hin immer kleiner.“ (Quelle: auge-online.de).
Um ganz sicher zu gehen, wurden aber noch ein paar Untersuchungen gemacht. Dazu bekam er 3x im Abstand von 10 Minuten Augentropfen, die seine Pupillen weiteten. Dann wurde er nochmal mit einer Lupe untersucht. Eine zweite Ärztin lenkte ihn währenddessen mit einer Schaf-Handpuppe ab. Das haben die zwei Damen wirklich ganz toll gemacht. Es hat mich begeistert wie sehr sie auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten eingegangen sind. Das Ergebnis des Tests war eindeutig: Er hat absolut keinen Sehfehler. Es ist alles in bester Ordnung! 🙂

Die Ärztin meinte, dass es gut sei, dass ich so früh mit Krümelchen zu ihr gekommen bin. Die meisten bekommen von ihren Kinderärzten gesagt, dass sich das noch verwächst und dann sind die Kinder 2,5 Jahre alt und sie könnten dann nur noch eine Brille verschreiben, weil nichts mehr zu richten sei. Also bin ich lieber übervorsichtig. Auch wenn sich da vielleicht der ein oder andere an den Kopf fassen wird. Allen voran mein Kinderarzt.

Über´n Berg?

Wie ihr ja gelesen habt, habe ich ja momentan das Problem der Saugverwirrung bei meinem Krümel. Er hat sich jetzt wieder etwas beruhigt und ich glaube auch, dass der Schub fast vorüber ist. Aber ich sehe schon den nächsten nahen. Laut meinem Buch ist es in wenigen Tagen so weit. Aber ich habe ja von vielen lieben Lesern gehört, dass dieser Schub der Übelste von allen sein soll. Also haben wir das Schlimmste hinter uns. Fehlen nur noch die Zähne… aber darüber mache ich mir dann Gedanken sobald es so weit ist 😉

Um meinem Krümel aber trotz Saugverwirrung noch Wasser und Tee aus der Flasche anbieten zu können, habe ich mir über eine alternative Flasche Gedanken gemacht. Also habe ich mich mal schlau gemacht, was es da für tolle Produkte gibt, die den kleinen Mann nicht noch mehr verwirren. Auf Babymarken.de bin ich dann fündig geworden. Von Béaba  habe ich ein paar ganz tolle Sachen gefunden. Ich habe unter anderem die Biboz-Flasche, die der Brust sehr ähnlich sein soll und dem Kind so das Gefühl von Brusttrinken gibt, bestellt. Außerdem wollte ich schon lange einen Flaschenständer haben, da der ganze Babykram langsam etwas viel Platz einnimmt 😉 Und dann habe ich noch einen Esslöffel aus Silikon dazu genommen, da der Krümel nach dem ersten Brei doch ziemlich beschmiert aussah.

Ich hatte jetzt ein paar Tage Zeit um die Produkte zu testen und muss sagen, dass ich restlos begeistert bin. Krümelchen hat die Biboz-Flasche gut angenommen. Er trinkt aus der Flasche genau so gut wie aus der Brust und hat auch kein Problem damit zu wechseln. Die Flasche ist aus weichem Silikon und fühlt sich sehr gut an. Der Krümel hat sie gestern sogar schon selbst gehalten, zwar nur ein paar Sekunden, aber immerhin. beaba_flasche_2

Außerdem wächst die Flasche quasi mit. Denn der Sauger kann durch drehen auf drei verschiedene Stufen „eingestellt“ werden. Auf 1 kommt nur wenig raus und er muss feste saugen. Das ist meinem Kleinen aber schon zu wenig. Dreht man die Flasche mit der 2 nach oben, dann kommt schon mehr raus und auf der Stufe 3 kann man sogar Dickflüssiges füttern. Mein Spatz trinkt momentan am liebsten auf der 2.

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Den Béaba-Löffel haben wir nun auch einige Tage getestet und ich muss sagen, es landet doch um einiges mehr im Mund als vorher mit den harten Plastiklöffeln. Dadurch dass der Löffel so schön weich und biegsam ist, fühlt er sich auch besser im Mund an. Ich hab das natürlich selbst auch mal ausprobiert. Vor allem auch weil ich den Birnen-Brei probieren wollte. Yummi! Der ist vielleicht lecker 😀

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Nun, und der Flaschenständer tut das was er soll 🙂 Er trocknet Flaschen, Sauger und Schnuller nach dem Reinigen und Sterilisieren. Er fügt sich übrigens sehr gut in meine Küche ein und nimmt wenig Platz weg. Ich mag ihn 🙂

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Ihr könnt euch über Béaba übrigens auch auf deren Facebook-Seite informieren und sie bei Gefallen liken 🙂

Der Krümel hat übrigens nun schon zwei Brei-Sorten ausprobiert. Kürbis war der erste Brei und sein Gesichtsausdruck war schon echt zu witzig. Damit hatte er eben nicht gerechnet. Und seien wir mal ehrlich: Kürbis schmeckt aber auch komisch. Am Wochenende haben wir dann besagte Birne ausprobiert. Da hat er reingehauen… so kenn ich meinen Spatz gar nicht 😀 Innerhalb 3 Tagen hat er das große Glas weggemampft. Er hat richtig das Schnäbelchen aufgerissen und nach dem Löffel geschnappt. Es war zu göttlich ❤
Heute war dann Pastinake dran. Das war allerdings auch kein Geschmackserlebnis. Ich glaube der Kleine geht ganz nach der Mama: Die mag Süßes nämlich auch viel lieber 😉

Danke & die Auflösung

Wisst ihr was? Ihr seid die Besten! Ich habe mich selten so verstanden gefühlt, wie von meinen Lesern. Wenn ich am verzweifeln bin, seid ihr da und baut mich auf. Ihr steht mir mit Rat und Tat zur Seite und ihr versteht mich… Deswegen will ich euch DANKE sagen. Ich muss mir noch was für euch einfallen lassen, um dieses DANKE zu unterstreichen… Mal sehen was das wird.

Und ich habe gestern, nachdem ich die halbe Nacht wach war, weil Krümelchen nicht schlafen wollte und er den Tag über auch jede Stunde an die Brust wollte, die Stillberatung angerufen. Die Dame war sehr nett und erklärte mir, dass es zum einen die Saugverwirrung sein kann und zum anderen auch ein Wachstumsschub. Klar! Daran hatte ich gar nicht gedacht. Ich holte also mein „oje ich wachse“-Buch und las nach… 19. Woche. Ok! Wir sind jetzt erst in der 18. Woche, aber so genau wird sich der Krümel daran nicht halten. Und da stand dann alles was mein Kleiner gerade durchmacht. Und das stimmte alles so haargenau. Er schläft schlecht, will jede Stunde trinken, lässt sich superschnell beim trinken ablenken, er meckert und jammert ständig und will nur noch rumgetragen werden. Und das soll bis zu 5 Wochen so gehen… ich bin jetzt schon am Ende mit den Nerven.

Gestern Abend hab ich dann vor lauter Verzweiflung ein bisschen geweint, weil er einfach nicht zu beruhigen war. Als ich ihn dann in seinen Laufstall gelegt habe und mich ein paar Schritte aus seinem Sichtfeld entfernt hatte, wurde er ruhiger und schlief dann ein. Er wachte sogar während des ins Bett bringens nicht auf und schlief bis um halb vier ohne Probleme. Ich kann ja nur hoffen, dass er wieder „normaler“ wird… Bitte bitte bitte!!!

Das Ende

Ist es nun wirklich schon zu Ende? Seit einigen Tagen verweigert mein Sohn die Brust. Er trinkt ein paar schlucke, dann dreht seinen Kopf weg und meckert erst. Wenn wir es dann weiter probieren weint er sogar. Da hilft dann nur eine Flasche. Und ich befürchte dass ich es damit nur schlimmer mache. Denn die trinkt er ohne Probleme aus. Ich vermute es wird eine Saugverwirrung sein. Wobei das wochenlang jetzt gut ging. Er bekam ab und zu Milch aus der Flasche, Tee, Schorle, Wasser… Und nie war was. Und jetzt das!

Ich bin sehr traurig, dass es so ist. Ich wollte noch einige zeit weiter stillen. Bis zum 6. Monat auf alle fälle. Ich versuche es weiterhin ihn anzulegen, denn nachts trinkt er ja und auch die erste Mahlzeit am Tag klappt problemlos. Aber dann ist irgendwie der Wurm drin. Abends Krieg ich ihn kaum noch ins Bett und nachts kommt er 4-5x und will gestillt werden.

Heute ging es wieder besser. Wir haben keine Flasche geben müssen. Heute gab es auch den ersten Brei (Kürbis! Er hat 5 Löffel gegessen. Bin so stolz auf den kleinen Knopf). Ich vermute, dass ich einen Auslöser gefunden habe, will aber nichts verschreien. Denn heute habe ich nur im stillen gestillt. Also kein Radio, kein TV… Und als die Waschmaschine geschleudert hat, war Krümelchen so abgelenkt, dass er wieder den Kopf weggezogen hat. Also muss es ja irgendwie mit der Umgebungslautstärke zusammen hängen. Ich werde das weiterhin beobachten und hoffe ich kann das abstillen noch ein bisschen hinauszögern.

Achja: der kleine Spatz dreht sich jetzt übrigens flüssig von Bauch auf Rücken und zurück 🙂 und seit 2 Tagen macht er sogar Bewegungen, die wie die Vorstufe zum krabbeln aussehen. Popo hoch und mit den Knien abstützen. Noch kommt er mich vorwärts, aber er gibt nicht auf und probiert es jedes mal aufs neue 🙂 ich bin sooo stolz ❤

Aber ich bin auch ein wenig traurig, weil nun alles so schnell geht. Es kommt mit so vor, als würde ich was verpassen. Im nächsten Augenblick wird er krabbeln, dann laufen und schon macht er sein Abi und zieht kurz darauf aus… Der Gedanke daran macht mich fertig. Ich würde am liebsten die zeit anhalten… Den Augenblick festhalten und noch ein bisschen nachfühlen. Aber das ist leider nicht möglich. Also versuche ich das beste daraus zu machen.